Das Wort Qigong setzt sich zusammen aus „Qi“, das hier als „Lebenskraft“ interpretiert werden kann, und „gong“, das „ausdauerndes Üben“ und auch „Übungsfertigkeit“ bedeutet.

Qigong-Übungen umfassen Körperhaltungen und Bewegungen, Atemübungen und die geistigen Übungen der Konzentration und Imagination. Mit Qigong-Übungen können körperliche, seelische und geistige Funktionen reguliert und gestärkt werden. Yangsheng bedeutet „Pflege des Lebens“. Dieser Begriff bezeichnet die lange Tradition der Kultivierung des Lebens auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene.

Das von Prof. Jiao Guorui entwickelte Lehrsystem Qigong Yangsheng stellt ein umfassendes System aus Theorie und Übungsmethoden zur Kultivierung des Lebens – yangsheng – dar. Das Lehrsystem umfasst zahlreiche Übungsmethoden, die unterschiedliche Übungsaspekte schwerpunktmäßig betonen. Ihr Hauptaspekt ist die gesundheitsfördernde Wirkung, die in engem Zusammenhang mit der TCM zu betrachten ist. Es zeichnet sich durch eine fundierte Theorie, ein umfassend dokumentiertes Lehrmaterial und eine Vielfalt von Methoden aus.

Die Übungen des Qigong haben eine lange Geschichte, und sind ein wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Im Gegensatz zur Akupunktur und medikamentöser Therapie ist Qigong jedoch nichts, was dem Körper von außen zugeführt wird. Es ist die eigene Übung, die hierbei der Gesundheit und Heilung dient.

In den vielfältigen Übungsformen des Qigong werden Körper, Atem und Geist, äußere Bewegung und innere Ruhe, äußere Ruhe und innere Bewegung harmonisch miteinander verbunden. Die Gesunderhaltung und Heilung des Körpers wird so unterstützt.

Ein großer Vorteil der Qigong-Übungen liegt in der Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Bedingungen und Ziele. So kann praktisch jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten geeignete Übungen praktizieren.

 

Fotos: Bernhard Schumacher